Krankheit

Krankensalbung
Aus dem Markus-Evangelium wissen wir, dass Jesus seine Jünger aussandte, um die Kranken zu salben und zu heilen.
Die Krankensalbung ist kein Ersatzmittel für die Medizin oder eine ärztliche Maßnahme, sondern soll dem Kranken deutlich machen, dass Gott sein Heil will.
Dies geschieht durch einen Priester, der dem Kranken die Stirn und die Hände mit Öl einsalbt und zusammen mit den Angehörigen für den Kranken betet. „Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken Heil bringen“.
Heil ist nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern auch seelisches Gleichgewicht. Letztlich kann dies nicht vom Menschen bewirkt werden, sondern muss von Gott kommen. Mit der Krankensalbung verbunden ist oft das Sakrament der Versöhnung, was in einem Beichtgespräch geschehen kann, wenn der Kranke es wünscht. Auch kann dem Kranken die Eucharistie gereicht werden, die seine Verbindung zu Jesus Christus stärken soll.

Anmeldung
Am besten ist es, wenn der Kranke selbst es wünscht, die Krankensalbung zu empfangen. Er kann auch von anderen darauf aufmerksam gemacht werden. Die Angehörigen, Bekannten oder auch das Pflegepersonal sind behilflich und rufen das Pfarramt an. Sie teilen den Wunsch des Patienten mit und hinterlassen eine Kontaktadresse, falls Rückfragen bestehen.

Vorbereitung
Es ist schön, wenn die Spendung der Krankensalbung in einer kleinen Feier geschehen kann.
Dazu kann ein kleiner Tisch gerichtet werden mit einem kleinen Tischtuch, einem Kreuz, einer Kerze und Blumen und evtl. einen Gefäß mit Weihwasser. Es können auch Gebete verwendet werden, die der Kranke kennt. Eine geeignete Musik vom CD-Player ist auch denkbar. Es ist schön, wenn Angehörige dabei sein können.

Was zu vermeiden ist
Bitte reden Sie nicht von „letzter Ölung“ oder „Sterbesakrament“ o.ä., sondern von „Krankensalbung“. Dieses Wort allein hat einen biblischen Bezug.
Die Worte des Priesters bei der Salbung lauten:
„Durch diese Heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Derr Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf!”