Die Ministranten zu Besuch beim Papst in Rom
Unter dem Motto „Aus der wahren Quelle trinken“ machten sich 53 Ministranten aus unserer Kirchengemeinde und den Nachbargemeinden Schömberg, Calmbach und Bad Wildbad auf den Weg zur Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom. Los ging’s für uns Minis am 1. August mit dem Flieger von Stuttgart in die ewige Stadt, denn bekanntlich führen ja alle Wege nach Rom. Ein wichtiges Zeichen, war unser vanilla- farbiges Pilgertuch, das alle deutschen Ministranten gleich zu Beginn ihrer Reise erhielten. Jedes Land hatte seine eigene Pilgertuchfarbe und war gut zu erkennen.
Am ersten Tag stand neben einer Sightseeingtour der erste gemeinsame Besuch der Callisto - Katakombe an. Sie war der erste offizielle unterirdische Friedhof für frühe Christen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Die Katakomben galten auch als wichtiger Zufluchtsort für Christen in Rom, die damals wegen ihres Glaubens verfolgt wurden.
Am Abend fand der offizielle Eröffnungsgottesdienst unsere Diözese in St. Paul vor den Mauern statt, der von Weihbischof Thomas Maria Renz gehalten wurde.
Ein Abendgebet mit allen 53.000 Ministranten aus ganz Europa- allein 45.000 aus Deutschland - wurde am Dienstag auf dem Petersplatz gefeiert. Wir waren beeindruckt von der tollen und ausgelassenen Stimmung, die dort herrschte, und die Lieder animierten sofort zum Mitsingen und Mitklatschen. Den Vormittag, wie auch den Mittwochnachmittag hatten wir zur freien Verfügung. In Gruppen wurde die Stadt erkundet bis die Füße qualmten. Wir besichtigten u. a. das Kolosseum, die Spanische Treppe, Monumento a Vittorio Emanuele II, Piazza Navona, die Engelsburg, die Lateranbasilika und vieles mehr. Besonders der Trevibrunnen bei Nacht faszinierte uns und wir warfen natürlich auch ein Geldstück in den Brunnen. Nun hoffen wir, wie es der Brauch sagt, dass wir irgendwann einmal nach Rom zurückkehren.
Die Papstaudienz am Mittwochmorgen war der absolute Höhepunkt unserer Romreise. Bereits um 8 Uhr begaben wir uns zum Petersplatz, um einen möglichst guten Platz zu bekommen. Der Papst ließ auf sich warten, kam dann aber doch mit einem Helikopter und flog über die Köpfe der begeisterten Ministranten, die ihm mit
„Benedetto“ zujubelten. Ganz nah konnten wir ihn dann sehen, als er zu Beginn der Audienz mit seinem Papamobil durch die Menge fuhr. Auch er war von der Vielzahl der nach Rom gepilgerten Ministranten sichtlich beeindruckt. Als Zeichen der Verbundenheit zu uns Minis, bekam auch er ein Pilgertuch in weiß.
An unserem letzten Tag in Rom besuchten noch einige von uns den Petersdom. Mit seiner enormen Größe und Schönheit beeindruckte er uns alle sehr. Ein paar schafften es dann noch trotz langem Anstehen auf die Kuppel des Doms und hatten von dort einen sagenhaften Blick auf den Petersplatz, den Vatikan und auf ganz Rom.
Der Hl. Tarcisius - der Schutzpatron der Ministranten- brachte uns dann alle wieder heil nach Hause.
Leider vergingen die fünf Tage viel zu schnell. Es war eine unvergessliche Zeit und bestimmt war es für viele nicht das letzte Mal, dass sie in Rom waren.
Sabrina Gall & Christian Singer
Das Schiff verlassen?
Keine Frage: Die Missbrauchsskandale und die öffentliche Diskussion darüber haben auch eine Welle von Kirchenaustritten mit sich gebracht.
Sich um die Opfer zu kümmern, aufzuklären, Präventivmaßnahmen zu ergreifen, das steht jedoch an oberster Stelle dessen, was jetzt zu tun ist. Dass vor allem sexuelle Missbräuche auch im Raum der Kirche vorgekommen sind, hat alle erschüttert, darf aber nicht davon ablenken, dass ein Großteil dieser Vergehen in den Familien vorkommen. Es ist Zeit, nicht auf andere zu zeigen, sondern das zu tun, was im eigenen Bereich zu verhindern ist.
Dass viele Kirchengemeindemitglieder diese Situation zum Anlass genommen haben, aus der Kirche auszutreten, ist eine schmerzliche Konsequenz. Auf Grund der rechtlichen Situation, dass man seinen Austritt auf dem Standesamt erklären kann, erfährt niemand etwas von den Motiven des Kirchenaustritts – auch der Pfarrer nicht – er kann den Austritt nur zur Kenntnis nehmen. Das ist schade und verhilft dem eigentlichen Anliegen nicht, umzudenken und die längst anstehenden Themen, die zu einer Reform der Kirche führen sollen, anzugehen.
Inzwischen ist auch eine gegensätzliche Meinungsbildung zu bemerken: Einige sagen, der Reinigungsprozess der Kirche vollziehe sich dadurch, dass eben diejenigen, die eh nichts vom Glauben halten, endlich das Schiff „Kirche“ verlassen. Zurück bleiben die „Rechtgläubigen“. Diese Meinung können wir nicht akzeptieren.
Jeder Kirchenaustritt schwächt die Kirche und macht gerade diejenigen ratlos, die sich für ihre Reform einsetzen.
Der Vorsitzende des Diözesanrats Dr. Warmbrunn schreibt in seinem Statement vor dem Bischof und dem Leitungsgremium der Diözese:
„Viele haben die Zeichen der Zeit erkannt. Es gibt sie, die positiven Beziehungen, es gibt Zuwendung, Vertrauen und Achtsamkeit in unserer Kirche, auf allen Ebenen und in vielfältiger Weise, natürlich auch in unserer Diözese.
Aber dazu gehört auch, tiefgreifende Reformen deutlicher und mutiger als bisher einzufordern und anzupacken. Sie müssen überall dort greifen, wo Menschen in unserer Kirche, auch wenn sie es vielleicht bewusst nicht wollen oder wahrnehmen, lieblos denken und handeln. Sie fragen womöglich nach dem Maßstab. Es ist der Mensch uns gegenüber. Wenn er uns mitteilt, durch Wort oder Tat, dass er unser Denken und Handeln als lieblos empfindet, dann muss das immer ein Anstoß für Reformen sein“.
Als Kirchengemeinde setzen wir uns für viele Reformen ein, weil wir eine menschenfreundliche Kirche im Sinne Jesu wollen, auch wenn wir manchmal zu schwach sind, dies zu realisieren. Deshalb bitten wir alle, die in letzter Zeit den anonymen Weg des Kirchenaustritts gewählt haben, zu versuchen, einen Kontakt herzustellen, damit diejenigen, die es wünschen, darüber sprechen können. Sie werden zu einem Gespräch eingeladen, bei dem es darum geht, die Motive auszutauschen. Hauptziel ist nicht, einen vollzogenen Kirchenaustritt rückgängig zu machen, aber das Austrittsformular des Standesamtes sollte auch nicht das letzte Wort sein, das man mit Kirche verbindet.
pfarramt@heilig-kreuz.info oder Fax: 07231- 480081 oder Post: Kath. Pfarramt, Gartenstr. 48, 75217 Birkenfeld
Hansjörg Nothelfer, Pfarrer
Kirchengemeinderat verteilt seine Aufgaben
In einer zweistündigen Sitzung, die monatlich stattfindet, kann der Kirchengemeinderat nicht alle Aufgaben bewältigen, die er wahrzunehmen hat.
In seinen ersten Sitzungen hat er sich deshalb damit beschäftigt, welche Aufgaben anstehen und in welchen Teams, Arbeitskreisen oder Sachausschüssen diese angegangen werden können. In den Sachausschüssen können und sollen auch solche Gemeindemitglieder mitarbeiten, die wegen ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse Wichtiges beitragen können. In der nächsten Ausgabe der GN werden wir die gebildeten oder noch zu bildenden Sachausschüsse darstellen.
Eingeladen zur Mitarbeit in einem Sachausschuss sind alle Gemeindemitglieder, die auf Grund ihrer Kenntnisse und Begabungen mitwirken können und wollen. Auch projektbezogene Teams können gebildet werden. Jedenfalls soll weiterhin das Motto gelten: „Ich bin dabei“.
Ministranten bewirten Sonnwendfeier
„Dabei sein“ ist schon mal viel! Unter diesem Motto beteiligten sich die Oberministranten an der diesjährigen Sonnwendfeier. Bei herrlichem Wetter verkauften wir am Samstag, den 26. Juni, sogenannte "Fladenschiffe", vegetarische Döner. Der Andrang war nicht so üppig wie erwünscht, doch die Stimmung war ausgelassen und gut. Den Sommeranfang mit einem riesigen Feuer zu beginnen und mit Kind und Kegel am Berghang sitzen, ist ein schöner Brauch und .....wir waren dabei!

