Diözesaner Entwicklungsprozess 2015-2020

„Kirche am Ort, Kirche an vielen Orten gestalten“

Die Gesellschaft befindet sich in einer Umbruchs- und Veränderungssituation, welche die Kirche ernstnehmen und in das seelsorgerliche Handeln einbeziehen muss. Dazu kommen noch die vielen innerkirchlichen Probleme, die in die Frage münden, wie es weitergeht mit der Gemeindepastoral. Und die gesellschaftlich bedingten Veränderungen in der Kirche machen deutlich, dass die bisherigen Antworten nicht mehr ausreichen. Die Volkskirche ist kein zukunftsweisendes Modell mehr. Und last not least: die kirchlichen Skandale der letzten Jahre haben einen Vertrauensverlust bewirkt, dem eine grundsätzliche Erneuerung entgegengesetzt werden soll.
Unser Bischof Gebhard Fürst hat diesbezüglich in seinem Hirtenwort „Von der Volkskirche zur missionarischen Kirche im Volk“ geschrieben: viele Menschen sind auf der Suche nach sinnvollem Leben. Auf diese Suche wollen wir Christen reagieren und unseren Glauben als überzeugende, tragfähige Antwort vorschlagen. Die Botschaft ist dabei dieselbe wie seit zwei Jahrtausenden: Gott ist den Menschen nahe und begleitet ihren Lebensweg. In der Zuwendung zum Nächsten, besonders zu den Hilfsbedürftigen, werden dabei aus Worten Taten. Die Christen überschreiten ihre bisherigen Gemeindegrenzen, um Gott dort zu suchen, wo er auch heute geboren wird: in der Fremde, vor den eigenen Toren, wie damals an Weihnachten im Stall vor den Toren der Stadt. Die Chancen und Gefährdungen des modernen Lebens sind ihre Herausforderungen. Kirche bedeutet nicht nur „Sammlung und Zusammenkommen“, sondern genauso „Sendung und Hinausgerufensein in die Welt“.  hier weiterlesen....