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Seit dem „Fall des eisernen Vorhangs“ und dem Ende der Berliner Mauer vor 20 Jahren ist immer wieder die Rede von „Freiheit“. Heute werden immer wieder Stimmen laut, dass früher doch alles besser war. Aus den Ketten des Kommunismus wurden die Ketten des Kapitalismus. Welche sind besser?
„Zur Freiheit befreit“ (Galaterbrief 5,1) - dieses Wort des Apostels Paulus steht über der diesjährigen Pfingstaktion von Renovabis. Zwanzig Jahre danach. Äußere Mauern sind gefallen, Ketten gesprengt. Doch was ist aus der Freiheit geworden? Der Gebrauch der Freiheit will gelernt sein - nicht nur im Äußeren, Politischen, sondern ebenso im Inneren, Geistlichen. Paulus erinnert daran, dass jeder Getaufte an dieser Freiheit teil hat im Heiligen Geist „Alle, die von Freiheit träumen, sollen ’s Feiern nicht versäumen, sollen tanzen auch auf Gräbern“ - singt Marius Müller-Westernhagen. Pfingsten will uns die Tanzschritte der Freiheit lehren. „Frei werden für das Größere, verzichten können auf das Geringere, um das Eigentliche zu gewinnen, um der eigentlichen Freude, dem eigentlichen Leben, der eigentlichen Kraft Raum zu geben.“ (Franz Kardinal König) Die Aktion Renovabis unterstützt nach dem Ende des totalitären kommunistischen Systems die Christen in Mittel- und Osteuropa bei ihren Bemühungen um die Verkündigung des Evangeliums und bei der Erneuerung der Gesellschaft in Gerechtigkeit und Freiheit. Fast 16.000 Projekte wurden innerhalb dieser 20 Jahre mit 450 Mill. Euro verwirklicht durch die stetige Spendenbereitschaft der deutschen Katholiken am Pfingstfest. Der freiwillige Beitrag ist gewissermaßen das Tanzgeld. „Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen“ (Hl. Augustinus, Kirchenvater)
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